Archive for August, 2010

Robben, Delfine und Pelikane


2010
08.31

Heute geht’s aufs Meer. Nach dem Früstück werden wir gegen 8:00 Uhr von den Veranstaltern der Bootstour am Hotel abgeholt. Es ist übrigens schweinekalt hier. Jetzt am Morgen sind es unter 10° und tagsüber wird es auch nicht viel wärmer als 18-20° werden. Dazu weht ein stetiger kühler Wind. Es geht zurück nach Walvisbay, von wo aus die Tour startet. Ironischerweise wird uns die Fahrt genau zu diesem Landzipfel führen, zu dem wir gestern gelangen wollten bevor uns die „Sand-Panne“ so unrühmlich aufgehalten hat. Diesmal sind wir geschickter und fahren

a) nicht selbst und
b) übers Meer.

Pah, du kannst uns mal, du Sand, du dämlicher!

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Fahrt an die Küste und Sand im Getriebe


2010
08.30

Nach all den wüsten Gegenden der letzten Tage erwartet uns heute mal wieder urbane Umgebung. Es geht nach Swakopmund, mit Zwischenstop in Walvisbay, was jedoch nur 30km von Swakopmund entfernt ist. Diese Etappe beträgt insgesamt etwa 320 km. Das ist mal wieder eine ganz schöne Strecke und die Straßen überraschen uns jeden Tag neu, da sie tatsächlich immer noch eine Spur schlechter sein können, als bis dahin gedacht. Jede Ackerfurche in Deutschland würde sich schämen, in diesem Zustand zu sein.

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Wüste!


2010
08.29

Heute heißt es früh aufstehen. Wir wollen ins Sossusvlei, DIE Wüstengegend schlechthin von Namibia. Also mitten hinein in die Zentral-Namibwüste. Wir wollen früh los, um das passende Licht mitzubekommen, das für tolle Schattenspiele auf den Wüstendünen sorgt. Aber auch, damit die Temperaturen am Vormittag noch angenehm bleiben. Wir fahren schließlich in eine echte Wüste! Da wird’s auch gerne mal über 40° warm.
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Danke!


2010
08.29

Liebe Lesende,

wir möchten uns an dieser Stelle für das rege Interesse und bei den fleißigen Kommentarschreibern bedanken. Leider können wir nicht auf alles persönlich eingehen, dazu fehlt in den beschränkten Internet-Intervallen einfach die Zeit. Es ist eine Menge Arbeit, die Berichte zu verfassen und passende Fotos auszuwählen, zu bearbeiten und hochzuladen. Aber es macht Spaß und lohnt sich, nicht zuletzt durch Eure Anteilnahme. Vielen lieben Dank dafür!! Wir bemühen uns, das Ganze weiterzuführen, auch wenn wir jetzt schon 2 Tage im Rückstand sind.

Viele Grüße

Birgit & Thomas

Öde Autofahrten und Fehlbuchungen


2010
08.28

Heute verlassen wir Aus und haben ordentliche 380 km vor uns. Leider ist es hier im Westen Namibias mit geteerten Straßen fast vollkommen vorbei, so dass wir die gesamte Strecke auf Gravel Roads zurücklegen müssen. Die sind in der gewohnt schlechten Verfassung, allerdings haben wir uns mittlerweile daran gewöhnt und fahren nicht mehr so ängstlich über diese Zumutungen. Außerdem lerne ich die Vorzüge einer Differentialsperre kennen. Es fährt sich damit doch etwas geschmeidiger durch die schlimmsten Stellen.

Wir haben heute noch ein Besichtigungsziel: Die Burg Duwisib. Ein gewisser Hansheinrich von Wolf hat sich 1909 die Nachbildung einer Ritterburg in die Wüste bauen lassen. Sicher doch, warum nicht? Man muß allerdings dazu sagen, daß dies von der Größe her keine 1:1 Nachbildung ist, sondern die Größe eines „normalen“ Landhauses hat. Heutzutage ist die Burg in Staatsbesitz und natürlich von Leuten wie uns – Touris eben – zu besichtigen. Nach einem kurzen Aufenthalt dort geht’s wieder auf die Piste.

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Geister- und Hafenstädte


2010
08.27

Heute war der bisher genialste Tag des Urlaubs. Von Aus aus sind es ca. 130 km bis Lüderitz, erreichbar über die hervorragend geteerte B4. Ein Katzensprung also. Kurz vor Lüderitz befindet sich die Geisterstadt Kolmanskop. Beides möchten wir uns heute ansehen.

Der Weg dorthin bietet bereits einige Highlights. Man fährt aus Aus heraus und hinter der nächsten Kurve fängt aber mal so richtig die Wüste an. Das Panorama ist wieder einmal überwältigend. Aber es kommt auch zu Tiersichtungen. In dieser Gegend gibt es nämlich Wildpferd-Herden.

Nach ca. 20 km erleben wir diese hautnah, denn ein ganzer Trupp der Tiere steht seelenruhig am Sraßenrand und kaut das spärliche Gras vor sich hin. Weder Autos noch fotografierende Touristen können sie aus der Ruhe bringen. Ein nettes Erlebnis.

Obwohl Kolmanskop ca. 10 km vor Lüderitz liegt, müssen wir zunächst nach Lüderitz hinein, da es dort die Tickets für eine Führung durch Kolmanskop gibt. Warum man diese nicht direkt vor Ort erwerben kann, bleibt wohl das sahnige Geheimnis der Verantwortlichen. Vermutlich sollen so die Besucher nach Lüderitz gelockt werden, da diese Stadt im touristischen Dornröschenschlaf liegt und dies wohl geändert werden soll.

How ever, wir kommen gegen 10:40 Uhr in Kolmanskop an. Die Führung beginnt um 11, es bleiben also 20 Minuten Zeit für ein paar Erkundungsschritte auf eigene Faust. Bereits in dieser Zeit glüht die Speicherkarte der Kamera. Es ist toll hier. Die Führung findet pünktlich statt, durchgeführt durch einen deutschen älteren Herrn. Die Erzählungen sind sehr interessant, allerdings laufen wir nicht sehr weit und ich brenne darauf, endlich in die alten verlassenen Wohn- und Gewerbegebäude zu kommen. Um ca. 12 Uhr ist die Führung beendet, spätestens um 13:30 müssen wir das Gelände verlassen.

Nicht sehr viel Zeit, sich alles anzusehen und in Ruhe zu fotografieren. Es wird ein kleiner Marathonlauf von Gebäude zu Gebäude. Trotzdem, es ist einfach nur genial und manchmal auch ein bißchen unheimlich hier. Wenn man das alte Krankenhaus betritt und den langen Gang mit den Krankenzimmern hinunter geht, wird’s schon irgendwie mulmig.

Es ist ein faszinierender Anblick, wenn man in Wohnräume kommt, die halb durch Wüstensand verschüttet sind. Jedes Haus ist auf seine Art einmalig. Gegen halb zwei verlassen wir widerwillig das Gelände. Wir hätten noch stundenlang durch die Häuser streifen können…

Weiter geht’s nach Lüderitz. Hier folgen wir der Restaurantempfehlung unseres Reiseführers und suchen ein ganz nettes Restaurant am Hafen auf. Wir bestellen ein „Seafood Curry“. Ja, ist ganz lecker, kann man essen. Danach bummeln wir durch die Stadt und suchen die 3-4 touristischen „Hotspots“ der Stadt. Wir sind innerhalb von 30 Minuten fertig.

Eigentlich ist Lüderitz ein ganz hübsches Städtchen, mit vielen bunten Häusern und Gebäuden aus der Kolonialzeit. So richtige Spannung will aber nicht aufkommen. Das ist wohl auch der Grund, warum die Touristen hier nicht wirklich verweilen. Man arbeitet von Seiten der Stadt aber hart daran, das zu ändern.

Wir machen uns auf den Rückweg, die Nachmittagssonne im Rücken. Die Landschaft nimmt durch die tiefstehende Sonne eine beinahe goldene Färbung an. Wir sind mal wieder geflasht vom Panorama. Wir fahren bewusst langsamer als erlaubt, damit wir keine Sensationen rechts und links der Fahrbahn verpassen. Und siehe da, wir bekommen Wüstenfüchse, Springböcke und noch einmal die Wildpferde zu Gesicht.

Hin und wieder legen wir auch noch einen Fotostopp ein. So zieht sich die Fahrt ein wenig aber heute haben wir ja Zeit. Mit einem grandiosen Sonnenuntergang im Rücken kehren wir nach Aus zurück.

Heute kann das Hotel Pluspunkte sammeln, denn die von uns zum Wäscheservice gegebenen Kleidungsstücke liegen wunderbar gewaschen und gebügelt bereit. Außerdem – und das ist ja nicht ganz unwichtig – haben wir hier auch rund um die Uhr kostenloses Internet 🙂

Riesige Canyons und ungemütliche Unterkünfte


2010
08.26

Da wir wissen, was dieser Tag an Straßen für uns bereit hält, sind wir für unsere Verhältnisse recht zeitig los gefahren, um ein wenig Zeit am Fish River Canyon zu haben. Dies mag ja nur der kleine Bruder vom Grand Canyon in Amerika sein, aber beeindruckend ist es allemal. Diese zerklüfteten Felsplateaus und die Gesteinsschichten, denen man ansieht, wieviele Jahrtausende sie bereits hinter sich haben. Die unendliche Weite… Absolut fantastisch.

Auch hier fällt sie uns wieder auf, diesmal besonders laut: die absolute Stille, das völlige Fehlen von Geräuschen. Es ist einfach gigantisch. Leider darf man nicht mehr in den Canyon hinunter wandern, so dass wir uns recht bald auf den Weg in unsere nächste Unterkunft, das Bahnhof Hotel in Aus, machen.

Weitere Straßenbeschreibungen kann man sich an dieser Stelle sparen, sie sind alle sehr lang und weilig und ausserdem staubig! Das Auto ist von außen wie von innen eine einzige Staubschicht. Wir bekamen glücklicherweise vor dem Urlaub von Namibia-Erfahrenen den Tipp, die Reisetaschen in Müllbeutel zu packen. Ein sehr wertvoller Rat!

Das Bahnhof Hotel ist die erste Unterkunft, in der wir uns nicht so richtig wohl fühlen. Es versteht sich als Tagungs-Hotel (Tagungen in Aus?? Wissen die, wo sie sind??) und ist dementsprechend sachlich eingerichtet. Auch das Personal ist sehr reserviert und unverbindlich. Ausgerechnet hier sind wir zum ersten Mal für 2 Nächte eingebucht. Außerdem ist es hier kalt. Sogar richtig kalt. Tagsüber war es mit ca. 17° schon nicht wirklich warm, aber erträglich. Seit die Sonne verschwunden ist, liegt die Temperatur unter 10°. Auch im Hotelzimmer selbst ist es lausig kalt. Aus diesem Grunde werden gegen 20:00 Uhr Wärmflaschen verteilt. Dafür sind wir sehr dankbar!

Zum Abendessen besuchen wir das hoteleigene Restaurant. Das rundet das negative Gesamtbild ab. Vom Betreten des Restaurants bis zum Servieren der Hauptspeise vergeht eine geschlagene Stunde! Das Essen ist genießbar, mehr aber auch nicht. Morgen essen wir lieber in Lüderitz.

Etwas Gutes hat Aus: es eignet sich AUSgesprochen gut für AUSsergwöhnlich blöde Wortspiele 🙂

Endlich wieder Internet… und…


2010
08.26

Endlich wieder Internet… und daher auch endlich wieder Einträge im Blog unter http://namibhopper.thoschi.net/category/unterwegs

Nachtrag zum Thema Internet in den Hotels/Lodges: Es hatten bisher alle Unterkünfte eindeutig Inernetanschlüsse. Das Gemeine: viele bieten es ihren Gästen nicht an, auch auf Nachfrage nicht. Sowas!!!

Seltsame Straßen und Riesen-Spielplätze


2010
08.25

580km liegen vor uns. Die ersten 100 km gehen über die gewohnt gute Autobahn. Dann jedoch folgen wir der Routenempfehlung unserer Reiseleiterin, und haben einen Nebenweg gewählt, da dieser „very scenic“ sein sollte. Dieser Nebenweg führte über eine der berüchtigten Schotterstraßen Namibias, den sog. Gravel Roads.

Ich bin schon einige Schotterstraßen in verschiedenen Ländern gefahren, auch mit dem Motorrad. So etwas habe ich allerdings noch nicht gekannt. Eine fiese Mischung aus… nun ja, Schotter eben und Sand. Der Sand ist mal tiefer, mal weniger tief. An den tiefen Stellen neigt das Auto dazu, wie auf einer Glatteisfläche hin und her zu rutschen. Man verliert sekundenweise die Herrschaft über das Fahrzeug. Nicht sehr angenehm. Nach einer recht langen Passage auf diesem „Belag“, besserte sich die Strecke. Der Untergrund war ganz gut festgefahren, so daß wir etwas schneller fahren konnten, so zwischen 70-80 km/h. Mehr ist nicht drin, zumindest nicht mit einem Auto, wie wir es fahren. Nach einiger Zeit hat man sich auch an die etwas schwammige Fortbewegung gewöhnt und fährt etwas entspannter.

So „scenic“ die Strecke auch sein mag, wir wissen, daß heute über 500 km vor uns liegen und so entschließen wir uns, doch wieder auf die geteerte Hauptstraße zurückzukehren um schneller vorwärts zu kommen. Nach ca. 1 Stunde treffen wir dann auch endlich wieder auf die Hauptstraße und fahren im zügigerem Tempo Richtung Süden.

Tagesziel ist heute nicht nur die nächste Unterkunft. Auf dem Weg dorthin sind Besichtigung eingeplant. Wir möchten den Köcherbaumwald und den Giants‘ Playground besuchen. Irgendwann gegen 15:30 treffen wir dann dort ein. Beide Örtlichkeiten liegen direkt nebeneinander bzw. gehören eigentlich der gleichen Landschaft an. Es ist ein bizarrer Anblick. Überall liegen verstreut Felsansammlungen herum, die tatsächlich aussehen, als hätte ein Riesenkind seine Bauklötze aufeinander gestapelt.

Im Köcherbaumwald haben sich dann auch noch die namensgebenden Bäume auf und zwischen die Felsen gesellt. Die Bäume an sich sind für Europäische Augen schon sehr fremdartig. In Verbindung mit dieser surrealen Felslandschaft wirkt das Ganze wirklich einmalig. Diese Felsenlandschaft erstreckt sich kilometerweit ins Land. Wenn man einen der Felsen erklimmt, hat man einen fantastischen Blick darauf.

Wir wären gerne hier noch ein paar Stunden rumgelaufen,  haben aber leider keine Zeit mehr. Es liegen noch gut 130km vor uns und es ist schon fast 17:00 Uhr. Spätestens um 18:00 Uhr ist Sonnenuntergang und dann wird es sehr schnell stockdunkel. Alle Empfehlungen in Reiseführern und -berichten sagen, dass man im Dunklen nicht fahren soll, da man Schlaglöcher oder Tiere nicht mehr sehen kann. So gebe ich auf der Hauptstraße gut Gas, um schnellstens voran zu kommen um wenigstens bis zum Ende der Dämmerung anzukommen. Leider müssen wir nach ca. 50 km die geteerte Straße verlassen und wieder auf eine Gravel Road abbiegen. Wenn ich heute Vormittag gedacht hatte, die Schotterstraße sei schlecht, dann wurde ich hier eines Besseren belehrt. Die Bezeichnung „Straße“ ist für diese Strecke vollkommen unangemessen. Das hat aber auch gar nichst mit einem befahrbaren Untergrund zu tun. Zunächst ist die Strecke noch einigermaßen in Ordnung. Wir fahren ca. 80 km/h, als der Wagen urplötzlich ins Schwimmen gerät und wir leicht quer über die Fahrbahn rutschen. Ab diesem Moment besteht die Fahrbahn nur noch aus harten Bodenwellen und loser Geröll-Sandmischung, die uns permanent durchschütteln und den Wagen ins Rutschen bringen. Ich kann einige Streckenabschnitte nicht mehr schneller als 30-40 km/h fahren und das, wo noch gut 80 km vor uns liegen. Mittlerweile ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden und es wird von Minute zu Minute dunkler. Ganz toll: es ist Nacht, eine Straße quasi nicht vorhanden und wir können oft nur Schleichtempo fahren. Es ist eine sehr entspannende Fahrt. Hinzu kommt, daß der Schalter für das Fernlicht defekt ist. Das Fernlicht funktioniert nur als Lichthupe. Ich muß also permanent den Schalter gedrückt halten. Perfekt!

Irgendwann gegen 19:30 Uhr kommen wir ziemlich geschafft in unserem Hotel, dem Canon Roadhouse an. Die Chefin empfängt uns leicht vorwurfsvoll mit den Worten, dass man schon lange auf uns gewartet hat. Ach was! Und wir hatten so einen Spaß. Offenbar hat Sie uns bei unserer Reiseleitung schon als vermisst gemeldet, denn Sie spurtet schnell los, um Entwarnung zu geben. Nach den Formalitäten essen wir noch ein wenig einheimisches Getier (Springbock-Filet und Oryx-Spieß) und fallen dann ins Bett. Ich freue mich schon auf Morgen, dann geht’s die gleiche Strecke  wieder zurück. Diesmal wenigstens im Hellen.

Linksverkehr und Heia Safari


2010
08.24

Heute Morgen sollten wir unseren Mietwagen bekommen, einen Möchtegern-SUV, den Daihatsu Terios. Die Mietwagenfirma war für 9:00 Uhr angekündigt, aufgetaucht ist der Herr von Hertz dann um 09:45 Uhr. Was soll’s, so genau nehmen wir es ja nicht. Nach der Übergabe des Fahrzeugs geht’s direkt auf die Piste Richtung Kalahari. Eine kleine Herausforderung stellt der in Namibia herrschende Linksverkehr dar. Wobei weniger das Fahren auf der ungewohnten Seite das Problem ist, als vielmehr das Schalten mit der linken Hand. Das geht zu Beginn nicht ganz so flüssig, wird sich aber wohl in den nächsten Tagen noch einschleifen.

Die Fahrt Richtung Süden geht durch endloses Nichts. Eine schnurgerade Straße, gesäumt von ödem Buschland. Wir sehen viele Tiere:  Ziegen, Schafe, Rinder, Vögel und Esel. Das ist also die berühmte exotische Tierwelt Afrikas?? Aber gut, bleiben wir fair: Es zeigen sich auch vereinzelt äußerst schmuddelige Paviane am Straßenrand und das sieht man sonst doch eher selten.

Nach ca. 280 Kilometern erreichen wir unser Tagesziel, die Kalahari Anib Lodge. Die Landschaft hat sich deutlich verändert. Hier bei der Lodge sind wir in Afrika angekommen. Hier ist es so, wie sich der gemeine Mitteleuropäer das Ganze vorstellt. Steppengras, roter Sand, unendliche Weite. In der Lodge werden wir sehr freundlich empfangen. Man führt uns herum und stellt uns die Abendkarte sowie unseren Bungalow vor. Dieser ist schlicht aber geschmackvoll eingerichtet. Man könnte sich auch vorstellen, hier mehr als eine Nacht zu verbringen…

Das erste Afrika-Highlight erwartet uns direkt eine Stunde nach Ankunft: Ein sog. Game Drive, eine kleine Safari Tour in die Kalahari. Mann, ist das genial!! Hier ist es jetzt wirklich: Afrika!! Wir sehen Springböcke, die ihrem Namen alle Ehre machen, Oryx-Anilopen, Straußen-Vögel, Zebras, Gnus und – der absolute Hammer – Giraffen!

Das ist hier in freier Wildbahn etwas völlig anderes als im Zoo. Man kann die Atmosphäre nicht treffend beschreiben, man muß es erlebt haben. Ok, viele Tiere sind relativ weit weg und drehen uns oftmals das Hinterteil zu. Ich finde das unhöflich, beeindruckend ist es trotzdem.

Wir erleben unseren ersten Sonnenuntergang in der Wüste. Der ist im Prinzip nicht anders als sonstwo, aber in Verbindung mit der Weite des Landes und dem roten Wüstensand der Kalahari doch wieder etwas Besonderes. Was uns hier auch so nach und nach bewusst wird, ist die absolute Stille! Oder anders ausgedrückt: die völlige Abwesenheit von Geräuschen. Eine komplett neue Erfahrung. Wunderbar!

Nach dem Game Drive gibt es das 4-Gänge Abendmenü. Als Hauptspeise findet sich „Oryx Stroganofff“ auf dem Porzellan. Ganz nett, wenn auch nicht herausragend. Weitere Oryx-Experimente sind aber in diesem Urlaub noch geplant…

Nach dem Essen begeben wir uns recht zeitig zur Ruhe, da am nächsten Morgen eine lange Etappe von ca. 580 km auf dem Plan steht.